5 Tonnen Stoßzähne von hunderten Elefanten gehen auf einem riesigen Scheiterhaufen in Flammen auf. Ihr Wert: gegenwärtig rund 16 Millionen Dollar. Damit will die kenianische Regierung ein Zeichen setzen.
2011 starben so viele Elefanten wegen ihres Elfenbeins, wie noch nie. Chinesen zahlen fast jeden Preis für Elfenbein auf dem Schwarzmarkt. So werden von den Wilderern nicht mehr nur die Bullen, sondern auch Kühe brutal abgeschlachtet.
Der Handel mit Elfenbein ist offiziell verboten. Trotzdem müssen in Kenia jährlich bis zu 30.000 Dickhäuter wegen ihrer Stoßzähne ihr Leben lassen. Zurück bleiben immer mehr Elefantenweisen, die ohne ihre Familie nicht überleben können.
In den Nationalparks sind die Elefanten sicher. Sie wandern jedoch auf der Suche nach Wasser und Mineralien auf uralten Pfaden, die tief in ihrem Gedächtnis gespeichert und älter als alle Parkgrenzen sind. Verheerend für die ganze Gruppe, wenn dann die Tiere mit den größten Stoßzähnen herausgeschossen werden, denn die Tiere verlieren ihre Leitfigur und ihren Beschützer.
Die Wilderer sind gefährliche Auftragskiller. Organisierte Gangs schießen wie Pilze aus dem Boden. Fast jeder 2. tote Elefant geht auf ihr Konto. Grund ist ausschließlich die Nachfrage aus China. In den letzten 2,5 Jahren hat er sich der Preis für Elfenbein verdoppelt. Dafür nehmen Wilderer große Risiken auf sich.
In beharrlicher Kleinarbeit, wie sie z.B. die Organisation "Save the Elefants" vor Ort leistet, wird versucht die Anwohner rund um die Nationalparks zu überzeugen, dass lebende Elefanten mehr wert sind als tote und nicht nur eine Bedrohung und Gefahr für die Menschen. Denn der Kampf um die Elefanten wird in den Dörfern entschieden.
So werden freiwillige Dorfbewohner als Wildhüter ausgebildet. Sie sollen alles im Auge behalten, was ringsum in der Savanne passiert und auch in den Dörfern Überzeugungsarbeit leisten. Nur mit ihrer Ortskundigkeit, ihrem Spürsinn und der Kenntnis und Einschätzung potentieller Wilderer ist es möglich, die Randbezirke der Parks halbwegs zu schützen.
Für die Dorfbewohner sind lebende Elefanten wertvoll, wenn sie am touristischen Geschäft in Form von Einnahmen und Jobs beteiligt werden.
Quelle: ARD/Weltspiegel
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