Ich habe folgende Reise gemacht als
Gruppenreisebegleitung für
Hotel Bahari Beach
Safari "Auf dem Weg zur Migration"
21.08. - 05.09.2010
Früh morgens um 08:00 Uhr landeten die 30 Urlauber meiner Keniagruppe, auf dem Flughafen in Mombasa. Etwas müde, aber voller Vorfreude auf das Abenteuer „Kenia“ fuhren wir zuerst in unser Badehotel Bahari Beach, wo ein ganzer Tag zum Relaxen auf uns wartete.
Am nächsten Morgen begann unsere einwöchige Safari „Auf dem Weg zur Migration“ durch die Nationalparks Tsavo West, Amboseli, Lake Naivasha und Masai Mara.
Pünktlich 07:00 Uhr wurden wir von den Safaribussen abgeholt und wir starteten landeinwärts in Richtung Tsavo West vorbei an der „Menschenfresser Brücke“, die nach den Löwen benannt wurde, die im März 1898 die Bauarbeiten der Eisenbahnbrücke zum Erliegen brachte, nach dem sie ca. 30 Arbeiter getötet hatten. Im Dezember wurden die Löwen dann von dem Schriftsteller J.H. Patterson erschossen. Unser Fahrer erzählte uns die Geschichte und wir lauschten gespannt seinen Ausführungen.
Im Nationalpark angekommen, wurden die Dächer von unseren Safaribussen aufgestellt und bewaffnet mit unseren Kameras wollten wir soviel Tiere als möglich sehen. Der Tsavo West ist ein Park mit dichtem Buschwerk. Auf dem Weg zu unserer ersten Lodge, der Ngylia Sopa Lodge, erblickten wir Elefanten, Impalas und Dik-Dik. Wir waren ganz aufgeregt und freuten uns über jedes Tier. In der Lodge angekommen bezogen wir unsere Zimmer. Einen traumhaften Blick auf die Savanne hatten wir mitgebucht und wir konnten vom Balkon aus Elefanten bei Fressen beobachten. Das war das erste große Erlebnis. Am Nachmittag ging es dann wieder auf Pirsch. Wir besuchten das Rhino Sactuary, ein Schutzgebiet zur Erhaltung der Spitzmaulnashörner. Leider haben diese sich sehr gut vor uns versteckt. Aber auf dem Rückweg zur Lodge dann der absolute Höhepunkt an diesem Tage. Auf einem Felsen lag majestätisch ein Leopard. Alle waren ganz aufgeregt und jeder wollte das schönste Foto machen. Ein Gast hatte ein super Foto geschossen und vor lauter Glück gleich die Kamera geküsst. Der erste Tag auf Pirsch war toll und wir wollten noch viel mehr sehen. Der Abend in unserer Unterkunft war einmalig: An dem Lodge-nahen Wasserloch konnten wir viele Elefanten und ein Leoparden beobachten. Wir saßen noch gemütlich zusammen und berichteten von unseren Erlebnissen.
Am nächsten Morgen starteten wir in Richtung Amboseli Nationalpark. Unterwegs besuchten wir die „Mzina Springs“ eine Süßwasseroase mitten im Tsavo West. Die Quelle wird vom Wasser des Kilimanjaro gespeist und dient der Wasserversorgung Mombasa.
Pünktlich zum Mittagessen sind wir in der Amboseli Sopa Lodge angekommen. Eine wunderschöne Lodge mit Bungalows. Nach dem Essen besuchten wir ein Massai Dorf. Wir wurden herzlich von den Massais mit Gesang und Tanz empfangen. Nach anfänglicher Scheu tanzten alle Frauen mit. Alle hatten viel Spaß. Uns wurde gezeigt, welche Wurzeln als Medizin benutzt werden, wie man Feuer macht, was die Massais essen. Anschließend zeigen uns die Frauen ihren selbstgestalteten Schmuck. Wir kauften eine Kleinigkeit und zum Schluss werden wir zu einer Manjata geführt. Das sind die Hütten der Massai.
Danach ging es auf Pirschfahrt in den Amboseli Nationalpark. Kaum im Park angekommen sehen wir auch schon die ersten Tiere. Der Amboseli ist ganz anders als der Tsavo West Nationalpark. Er hat kein hohes Buschwerk und ist viel grüner. Alle sind begeistert von dem Tierreichtum. Wir fotografierten alles, was uns vor die Linse kam und stellten mit Bedauern fest, dass die Zeit viel zu schnell vorüber ist.
Am Abend saßen wir alle am Lagerfeuer und erzählten von unseren Eindrücken vom Massai-Dorf und von der Safari. Etwas traurig sind wir nur, dass uns die Sicht wegen der vielen Wolken auf den Kilimanjaro verwehrt geblieben ist.
06.00 Uhr ist am nächsten Morgen die Nacht vorbei und wir starten pünktlich 07:00 Uhr in Richtung Nairobi zum Lake Naivasha. In Nairobi angekommen erwartete uns sehr viel Verkehr mit vielen Staus. Es ist ein buntes Treiben in der Stadt. Leider ist keine Zeit um Fotos zu machen, da wir noch ca. 100 km fahren müssen. Auf dem Weg zu unserer Lodge halten wir am „Great Riff Valley“ dem afrikanischen Graben. Nach einer kurzen Fotopause geht es dann weiter.
Zum Mittag sind wir in unserer Naivasha Sopa Lodge angekommen. Uns verschlägt es die Sprache und wir sind überwältigt von der Schönheit dieser Lodge. Sie liegt in einem großen Park und die Tiere laufen frei im Gelände. Am Nachmittag fuhren wir zum Lake Naivasha. Eine Bootsfahrt auf dem See wollte sich keiner entgehen lassen. Bei dieser Tour kamen wir sehr nah an die Hippos ran und sahen viele verschiedene Vogelarten. Zum Schluss wurden extra für uns noch die Adler gerufen, die dann über unsere Köpfe hinweg flogen. Wir waren überwältigt!
Nach dem Abendessen müssen wir mit Begleitschutz in unsere Bungalows gehen, da die Hippos in der Anlage grasen. Wir sind etwas ungläubig und können uns das nicht so richtig vorstellen, aber als wir das erste große Exemplar unweit von unserem Bungalow erblicken bleiben wir immer in der Nähe unseres „Beschützer“. Er geht mit uns extra noch ein Stück weiter und wir können insgesamt 3 Hippos bei ihrem Abendmahl beobachten. So nah kommt man den Tieren sonst nicht und wir flüstern nur noch und können unser Glück gar nicht fassen.
Der Abschied von der Lodge fällt uns zwar schwer, aber wir freuen uns alle auf die Masai Mara.
280 km werden heute zurück gelegt. Es ist eine interessante Fahrt. Wir fahren durch Narok. Es ist eine große Stadt und es „wuselt“ auf allen Straßen. Händler bieten ihre Ware zum Kauf an. Wir sehen „lebende Kleiderständer“. Das sind Händler, die die Kleidung, die sie zum Kauf anbieten auf der Schulter tragen. Wir schätzen so 30 Hosen trägt ein Händler mit sich rum. Bei einer Tankstelle machen wir kurz Halt und schon möchten sie uns auch Hosen verkaufen. Wir haben viel Spaß im Auto und kaufen dann doch keine Hose. Danach geht es weiter auf der Hauptstraße in die Mara.
Nach dem Verlassen der Hauptstraße holpern wir noch über Sandwege mit riesigen Löchern. Wir sind gespannt wo der Weg endet. Auf einmal, mitten aus dem Nichts, stehen wir vor unserer Lodge. Der Mara Simba Lodge. In jedem Auto wird dem Fahrer für seine tollen Fahrkünste applaudiert. Für 3 Tage quartieren wir uns in der Mara Simba Lodge ein. Es ist eine kleine aber gemütliche Lodge mit internationalem Publikum. Die Lodge liegt an einem Fluß in dem Hippos und auch Krokodile wohnen. Gleich bei der Ankunft können wir die Bewohner beobachten.
16:00 Uhr geht es dann endlich zu unserer 1. Pirschfahrt in die Mara. Alle sind aufgeregt und neugierig. Wir sind noch keine 200 m gefahren, da die ersten Tiere. Auf einem Baum sitzen 6 Marabus. Wieder klicken die Kameras.
Wir fahren weiter und die ersten riesigen Gnu-Herden kreuzen unseren Weg. Unser Fahrer zeigt in die Ferne und meint, das sind alles Gnus. Wir sind fasziniert von dieser Menge. Zebras und Gazellen sichten wir auch. Im Auto ist kein Ton zuhören. Jeder schaut in diese herrliche Landschaft und genießt die Ruhe. Doch wenn einmal etwas gesichtet wurde, dann gehen die Funkgeräte an und alle Autos fahren an die angegebene Stelle.
Wir fahren also zu der Stelle und 2 Löwenweibchen spazieren in der Abendsonne. Sie lassen sich auch durch die Autos nicht stören. So als ob sie uns sagen möchten: „Hier sind wir – macht ein Foto“.
Muki, unser Fahrer, bekam ein Tipp, wo wir Nashörner beobachten können. Aber leider hat es keine Lust gehabt, aus dem Dickicht zu kommen, so dass wir auf morgen hoffen. Später am Abend erfahren wir, das zwei Autos mehr Glück hatten. So ist das halt auf Safari. Etwas Glück gehört immer dazu!
Total glücklich kehren wir von unserer 1. Pirschfahrt heim und fiebern den neuen Safaritag entgegen.
06:30 Uhr starteten wir zu unserer Frühpirsch. Man hatte das Gefühl das Leben erwacht gerade in der Mara. Die Gnus setzten sich wieder in Bewegung und wanderten im „Gänsemarsch“ durch die Mara. Ein Löwenmännchen saß auf einem Hügel und hatte sichtlich schon sein Frühstück verspeist.
Als wir dann gut gefrühstückt hatten, zog es uns wieder raus zur nächsten Pirschfahrt. Kaum im Auto ging das Funkgerät an und wir fuhren sehr rasant zu unserem Ziel. Ein Gepard hatte sich zum Fressen unter ein Baum gelegt und lies es sich dort schmecken. Nach einer Weile stand er auf und zog weiter. Wir fuhren hinter ihm her und beobachteten ihn. Und dann auf einmal waren wir mitten drin in einer Verfolgungsjagd. Der Gepard hatte nämlich beschlossen, das er noch hungrig ist und gleich noch ein Impala gerissen. Etwas geschockt aber beeindruckt haben wir das Schauspiel beobachtet.
Der Tag hatte aber noch viel mehr zu bieten, Warzenschweine, Hyänen, Elefantenkühe mit ihren ganz kleinen Babys und Giraffen streifen unseren Weg. Auch eine Löwenfamilie konnten wir beobachten. Erst spielten die Kleinen und wurden dann zur Belohnung von ihrer Mutter liebevoll „abgeschleckt“.
Auch dieser Tag ging viel zu schnell vorüber und so freuten wir uns auf unseren nächsten Tag.
Der Letzte Tag in der Mara:
07:00 Uhr geht es zu unserer Ganztages-Pirschfahrt. Wieder haben wir viel gesehen. Unser Fahrer hatte immer noch den Ehrgeiz uns ein Nashorn zu zeigen und er erspähte es auch tatsächlich. Da mussten wir auf „Nashornjagd“ gehen, denn es war viel zu weit weg um von unserem Standpunkt ein Foto zu machen. Muki gab Gas. Ich glaube, die Fahrt hat allen viel Spaß gemacht, auch wenn der eine oder andere blaue Flecken davon getragen hat. Egal, wir haben es eingeholt und auch ein Foto geschossen, so dass wir voller Stolz sagen können: Wir haben die Big Five gesehen!!
Danach ging es zum Mara-Fluss. Hier finget die Überquerung tausender von Gnus von der Serengeti in die Mara statt. Leider konnten wir das Schauspiel nicht beobachten, aber wir sahen einige Opfer, die es nicht geschafft hatten. Der Geruch war schlimm. Danach ging es zu unserem Picknick und wir mussten erst einmal einen kleinen Schluck „Whisky“ zu uns nehmen. Wir sind alle traurig, dass unsere Safari zu Ende geht und wir morgen die Mara verlassen müssen. Ich möchte auf alle Fälle die Mara wiedersehen und ich weiß, dass ich 100%ig wiederkommen werde!
Unsere Safariwoche geht zu Ende und wir starten in Richtung Nairobi. Nicht nur wir sind traurig, sondern auch der Himmel weint. Es hat die ganze Nacht wie verrückt geregnet und gewittert. Heute ist es sehr kalt und ich hätte mir nicht träumen lassen, das ich in Kenia mal kalte Füße haben werde.
In Nairobi angekommen besuchen wir das Karen Blixen-Museum und das Giraffen-Center.
Das Mittagessen haben wir im Cornivore, einem Grillspezialitätenrestaurant eingenommen. Hier wurden uns verschiedene Fleischsorten vom Grill serviert. Es war ein sehr leckeres Mahl. Im Anschluss ging es auf den Flughafen und wir flogen nach Mombasa zurück.
Unsere zweite Woche stand unter dem Zeichen des „Nichts tun“. Wir genossen die Sonne, den Pool und das Meer. Doch zwei Ausflüge hatten wir noch geplant. Den Schulbesuch in unsere Patenschule im Shanzu-Dorf. Ich war total gespannt, für mich war es der erste Besuch. Wir wurden mit viel Lachen und Winken empfangen und die Kinder freuten sich sehr uns zu sehen. Einige Gäste hatten Luftballons mit und verteilten diese. Es war einfach nur schön zu beobachten wie die Kleinen sich freuten und einige Gäste konnten ihre Tränen nicht zurück halten. Auch ich hatte sehr zu tun, nicht auf der Stelle loszuweinen. Nachdem uns die Kinder ein kleines Programm vorgeführt hatten, luden sie uns ein, mit ihnen das deutsche Kinderlied „ Brüderchen komm tanz mit mir“ zu singen und zu tanzen. Es hat uns viel Freude gemacht und der Abschied viel sehr schwer.
Unser 2. Ausflug war die Mombasa-Stadtrundfahrt. Wir wollten die Fähren sehen, die in Dresden-Laubegast gefertigt wurden. Begeistert haben wir alle Eindrücke aufgenommen und sind dann weiter zum „Alten Mombasa“, mit dem Fort Jesus, Indischen Tempel und dem großen Markt gefahren. Das bunte Treiben war irre und wir wussten gar nicht, was wir als erstes fotografieren sollten.
Der Besuch im Akamba Village, dem Schnitzerdorf, war genauso interessant. Wir konnten beobachten, wie die Schnitzer aus einem Klotz Holz die tollsten Tiere schnitzen. Natürlich haben wir alle unsere Taschengeld dort gelassen.
Leider ging unsere zweite Woche nun auch langsam zu Ende. Der Abschiedsabend war gut organisiert. Wir aßen gemeinsam im Fischrestaurant im Hotel Bahari Beach und tanzten dann bis in die Nacht hinein. Es war ein lustiger und ausgelassener Abend für alle Gäste unserer Gruppe.
Am Sonntag, den 05.09.2010 hieß es dann Abschied nehmen und wir flogen mit vielen tollen Eindrücken zurück nach München.
Zum Abschluß möchte ich noch sagen, dass ich mit meinen lieben Gästen zwei wundervolle Wochen erleben durfte und dass ich gerne und oft an dieser Reise zurück denken werde. Ich hoffe sehr, dass es nicht meine letzte Safari in Kenia war.
Kwaheri und bis bald
Birgit Kühne vom Reisekontor Schmidt
Familie K.
Bahari Beach
Red Elefant, Shimba Hills
Ute Springer
Bahari Beach
Kenia Compakt
Fam. Vogel
Bahari Beach
Kenia Compakt
Fam. Kühne
Bahari Beach
Kenia Compakt
Familie Tandel
Bahari Beach
Kenia Compakt
Weddemar und Friedrich
Bahari Beach
Kenia Compakt
Familie Kleinfelder
Bahari Beach
Kenia Compakt
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