Ich habe folgende Reise gemacht:
Reisetermin: 31.10. bis 08.11.2009
Hotel Bahari Beach
2,5 Tage Kenia Compact Safari
Die Kenia Compact Safari - ein Erlebnis für alle Sinne.
Nach etwa 2-stündiger Fahrt erreicht unser Bus gegen Mittag das Eingangstor des Tsavo Ost Nationalparks. Ich steige in den Safari-Jeep und freue mich mit weiteren 4 Personen auf mein erstes Tierabenteuer. Peter, unser Fahrer und Guide, schließt die Wagentür und gibt Gas.
Ich bin sofort begeistert vom intensiven Farbspiel aus dem Rot der Tsavo-Erde, dem saftigen Blattgrün und einen klaren Himmelblau. Schon nach wenigen Minuten das erste Staunen: grasende Zebras. Peter stoppt und wir können die ersten Aufnahmen machen. Ein Stückchen weiter die ersten roten Elefanten und Antilopen.
Nach einer Stunde erreichen wir unsere Unterkunft für die nächsten 2 Nächte - das Satao Camp.
Ein afrikanisches Erlebnis, dass man nicht mehr vergißt.
Das Satao Camp ist ein Zeltcamp und schmiegt sich um steinalte Tamarindbäume mit Blick auf ein Wasserloch. Das Camp ist nicht eingezäunt, die Tiere können sich frei bewegen. Es besteht aus 16 Familienzelten, 4 Suiten, einem Shop, einem großen Restaurant mit origineller Bar und einem Aussichtsturm. Ich beziehe mein Zelt und bin überrascht über die Einrichtung, besonders über die Ausstattung des Bades. Diese Liebe zum Detail hätte ich nicht erwartet. Im Grunde einfach eingerichtet mit einem Hauch von Luxus.
Das Mittag nehmen wir im Schatten der alten Bäume ein und danach dürfen wir bis 16:00 Uhr die unendliche Ruhe genießen.
Peter erwartet unsere 5er Gruppe zur Nachmittagspirschfahrt. Ca. 2 1/2 Stunden sind wir auf Entdeckungsreise. Er riecht erdig, warm, rauchig, ich kann sogar den Geruch der Tiere wahrnehmen. Große Elefanten, Giraffen, Büffel, Zebras und Antilopen werden fleißig bestaunt und mit der Kamera festgehalten. Häufig sieht man Wasserlöcher - die Vegetation ist hier saftig frisch. Viele Bäume und Sträucher sind Nahrungsquellen für ganze Herden.
Da plötzlich und völlig unerwartet - 2 Geparden - dösend in der Abendsonne. Was für ein Highlight zum Ende der Pirschfahrt. Wir genießen einen tollen Sonnenuntergang und sind überwältigt von diesen Erlebnissen.
Nach dem Dinner im Restaurant wollen wir uns an das Camplagerfeuer setzen und das beleuchtete Wasserloch beobachten. Doch wir können kaum glauben, was wir sehen. Über 30 Impalas liegen nur einige Meter von uns entfernt im Gras und ruhen sich aus. Im Hintergrund trottet ein Elefant zum Wasserloch, trinkt und verschwindet wieder in der Dunkelheit.
Am nächsten Morgen beginnt bereits um 6:00 Uhr die Frühpirsch. Gleich in der ersten halben Stunde haben wir Glück. Unweit der Schotterstraße liegen 2 Löwen, die sofort mit der Kamera festgehalten werden. Peter erklärt uns, dass man nicht erkennen kann, ob es weibliche oder männliche Löwen sind, denn im Gebiet des Tsavos tragen männliche Exemplare keine Mähne. Unglaublich, die Tiere so nah beobachten zu können.
Beeindruckt bin ich auch von einer Herde Elefanten. Darunter ist ein "Halbstarker", der seinen Rüssel hebt, die Ohren aufstellt und versucht, uns zu drohen. Ein flaues Gefühl stellt sich nicht nur bei mir ein, doch Peter beruhigt uns: "Der hat selbst Angst."
Auch zur Nachmittagspirsch kreuzen zahlreiche Tiere unseren Weg. Mein Blick ist mittlerweile geübt und geschärft, immer auf der Suche nach Schnappschüssen für meine Kamera. Peter zeigt uns heute viele kleinere Tiere, wie z. B. einen Löffelhund oder verschiedene Vögel.
Gekrönt wird der Tag mit der Rückfahrt ins Camp, als wir mit dem Safari-Jeep beinahe zwei Flusspferde angefahren hätten. Im Lichtkegel der Scheinwerfer sehen wir nur noch die Hinterteile der Hippos, die dann im Dunkel verschwinden.
Schade, am 3. Tag müssen wir Abschied nehmen. Die letzte Pirschfahrt führt uns zurück zum Gate des Tsavo Ost. In der Nähe des Ausgangs besuchen wir das Dorf eines Massai-Stammes. Der Sohn des Dorfältesten verdeutlicht uns das Leben im Dorf und zeigt uns eine Hütte von innen. Zusammen mit den anderen Männern wird zum Abschluss der typische Massaitanz aufgeführt.
Ein einzigartiges Erlebnis, dass man kaum in Worte fassen kann. Ich bin sehr froh, dass ich so viel sehen, hören und fühlen durfte.
Susann Ziegner
Mitarbeiterin Reisekontor Schmidt
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