
Wir machen es... und unterstützen seit 2006 eine Dorfschule in Kenia, die Barsam Junior School
Weil wir uns Kenia sehr verbunden fühlen, reisten wir Anfang Mai 2008 in das Land um die Situation für unsere Arbeit einschätzen zu können. Wichtig für uns auch: wie geht es den Kindern und Lehrern unserer Schule. Aufgrund der Ereignisse fehlt Arbeit und damit der Broterwerb, die Menschen hungern. Alle Kinder und Lehrer waren in freudiger Erwartung und strahlten die Besucher an.
Alle deutschen Pateneltern hatten für ihr Kind ein kleines Geschenk und Schulgeld mitgegeben. Mit Stolz schauten wir auf die glückliche Gruppe der Patenkinder, 17 an der Zahl. Mit 6 Kindern hatten wir begonnen. Wir sehen eine beglückende Aufgabe darin, diese Patenschaften zu vermitteln, zu begleiten und direkte Hilfe und Unterstützung zu geben! Unser nächster Besuch ist für November 2008 geplant.
Die Highlights dieses Schulbesuches:
Für alle Kinder der Schule spendierten wir ein Bananenfrühstück.
Wir haben Ugali, Gemüse und Fisch eingekauft. Die Hilfslehrer bereiten sofort eine Schulspeisung vor.
Drei Kinder, ein Teller - aber es schmeckt köstlich!
Lernen ist wichtig. Wir überzeugten uns davon, dass alle Räume jetzt mit den Schulbänken unserer Spendenaktion ausgestattet sind. Deutschunterricht in Anfängen. Herr Reh nimmt teil!
Mama Rose, die Direktorin, erhält den ersten Karton aus unserer Sammelaktion "Brillen für Afrika"
11 Hosen, 11 T-Shirts - und Schmuck sieht unsere kleine Fußballmannschaft aus! Sport macht Freude!
Die Direktorin der Schule:
Madame Rose Ambari ist die Direktorin unserer Patenschule in Kenia. Sie ist eine bemerkenswerte Frau. Ihre große Liebe gehört den Kindern.
Rose Ambari wurde am 15. August 1957 in dem Ort Rabai geboren. Sie erhielt bis zur 7. Klasse Unterricht in einer Primery Schule und erwarb durch Weiterbildung 1975 ihr Edukation- Zertifikat. Danach bekam sie leider keine Anstellung als Lehrerin und arbeitete übergangsweise auf einer Baobab- Farm als Verkaufshilfe. 1981 endlich konnte Sie als Lehrerin in einer kirchlichen Einrichtung in Majaoni arbeiten. Dem schloss sich bis 1991 eine weitere pädagogische Arbeit im Early Childhood College Kilifi Decece an. In der Folge nutzte sie Trainingsmaßnahmen in einem Management- Projekt und arbeitete auch in einem Malariaprojekt. Mama Rose heiratete 1978 und hat 3 Kinder geboren. 1987 wurde sie geschieden. Die Kinder, 3 Jungs, blieben bei ihr. Sie hat sie großgezogen. Ein Sohn hat eine Arbeit in der Verwaltung, der zweite Sohn arbeitet bei der Polizei, der dritte Sohn ist arbeitslos. Die Söhne unterstützen die Mutter, besonders jetzt, wo sie an einer sehr schweren Krankheit leidet. Die Medizin und die Arztbesuche bezahlen die Söhne. Mama Rose lebt von 50,- Euro im Monat. Ihr Haus aus Lehm ist sehr bescheiden. Alles ist sauber und ordentlich, davon konnten wir uns überzeugen als wir zu Besuch bei ihr waren.
Mama Rosi ist eine ausgebildete Lehrerin, deren Ziel es ist, Kindern eine Schulbildung zu ermöglichen. Dabei hat sie viel Eigeninitiative entwickelt, ohne auf staatliche Hilfe rechnen zu können. Die Unterstützung, die sie durch ihre Glaubensgemeinschaft erfährt, freie Baptistenkirche, ist aufgrund der vielfältigen Probleme sehr gering. Deshalb ist sie sehr glücklich, daß wir uns aktiv für ihre Idee einsetzen und sie unterstützen. Dank unserer vielen Gäste haben wir die Schule mit Bänken und Tischen möblieren können, sodass die Kinder nicht mehr auf der Erde sitzen müssen. Mama Rosi's größter Wunsch ist wieder gesund zu werden, eine eigene kleine Schule zu haben, in der sie Lehrer ausbilden oder weiterbilden kann, mit dem Ziel durch entsprechenden Unterricht Kindern eine gute Entwicklungsmöglichkeit zu geben.
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11/2008 Reisebericht Frau L. aus Panitzsch
11/2008 Reisebericht Familie T. aus Leipzig
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